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Samstag, 22. März 2014

2. Halbzeit

18.02.2014, mittlerweile ist der 18.03 schon vorbeigerauscht, das ist das Datum meiner Halbzeit. Sechs Monate sind meine Mitfreiwilligen und ich damit schon hier, in den verschiedensten Ecken von Kamerun. Heute am 21.03. sind wir also schon im achten Monat. Lea meint gerade es seien noch 19 oder 20 Wochen bis zu unserer Ausreise.
Ich werde gerade ein bisschen melancholisch, da auch eine etwas traurige Melodie im Hintergrund dudelt, eine kleine Träne läuft über meine linke Wange.

Genau wie beim Fußball auch (ist es noch Fußball oder Fussball nach der Rechtschreibreform?) haben wir zur Halbzeit eine kleine Pause bekommen, das Zwischenseminar in Yaounde stand an.

Das Zwischenseminar


Quasseln...
Es hieß mal wieder den Rucksack zu packen und den Bus zur Haupstadt zu nehmen, diesmal bekamen wir aber Luxus pur, unser Freund Florian, ein deutscher Doktor, musste genau in jener Woche auch nach Yaounde, wir bepackten also eher den Jeep mit Klimaanlage, eigenen Sitzen und nettem Driver und rauschten mit einigen Umwegen, dazu gehörten: Verfahren, Wasserfall anschauen, lecker Ziegenfleisch essen, rumirren in Yaounde, zu einem Mitfreiwilligen in Yaounde. Alexander hat uns schon einmal in Bali besucht, ist ein netter, zuvorkommender Franke (vielleicht finde ich ihn daher so Sympathisch, meine Familie mütterlicherseits hat sich auch in der schönen Umgebung Nürnbergs niedergelassen), und versprach uns, bei seiner Gastfamilie unterkommen zu können.
Der Gastvater fuhr zusammen mit uns sogar noch eine gute Stunde durch Yaounde, um gegrillten Fisch zu kaufen. Am nächsten Tag sogar ganz selbstlos bis ans andere Ende der Stadt, um uns zum Seminarhaus zu bringen.


...essen...
...malen...



Das Seminarhaus, eine Ansammlung von schicken, weißen Häusern an einem stark abfälligen Bergchen, das Gelände nach dem Einkauf zu erklimmen war immer wieder eine Qual, auch das Auto des Gastvaters durften wir den Berg hochschieben, der Motor hatte es alleine nicht geschafft.
Diese Lage hatte Vor- und Nachteile: ein Vorteil war die Ruhe, wir waren wirklich ungestört und trotzdem nicht weit von der nächsten Bar entfernt. Der große Nachteil war dann das Wasser. Wasser muss den Berg genauso erklimmen, wie wir auch. Deshalb kam das Wasser nur dann und wann mal, wenn genug Druck auf der Leitung war: um sechs Uhr morgens und Abends.

Ein großteil unser „Kamerun-Familie“, alle IB-Freiwilligen, war schon da, es wurde sich umarmt, geküsst und Scherze über die so plötzliche Gewichtszunahme gemacht (wobei eigentlich nur ich darüber scherzte, ich bin der einzige der an Gewicht verloren hat).
...spielen...
Einige Freiwilligen hatten wir schon seit einem halben Jahr nicht mehr gesehen, umso größer war die Freude zu sehen, dass alle sind noch genauso bekloppt sind wie eh und jeh.

Das Seminar war wieder wie ein IB Seminar eben so ist: Die Nachfrage bestimmt das Programm. Nach Einleitung und Organisatorischem kam also gleich die Frage, mit welchen Themen wir uns denn befassen wollen.



Fundraising, Spenden sammeln, war ein Thema. Um uns zu sensibilisieren führten wir ein Rollenspiel nach der Fishbowl-Methode durch: Ein Freiwilliger, ein Spender, ein Spendenempfänger (Ngo-Gründer, Schulleiter), ein Mitarbeiter des Empfängers und ein Kind, bei dem die Spenden ankommen sollten, sollten ihre Position zum Thema Spenden in einer Gruppendiskussion verteidigen.
...bei Tag und...
Eine Musterlösung gibt es natürlich nicht, aber diese Gruppendiskussion lädt zum Nachdenken über Spenden und die Erwartungshaltung gegenüber dem Freiwilligen ein.

Weiter Themen waren eine kleine Antirassismuseinheit, Sensibilisierung für Berichte nach Hause, „Probleme im Projekt, wo stehe ich in meinem Projekt“, „Was habe ich erreicht und was möchte ich noch erreichen?“, dazu waren zwei Referenten, Michael und Duplex, da um zu berichten, welche Projekte möglich und sinnvoll durchzusetzten sind, und ein Themenblock über Gewalt im Projekt.
...bei Nacht. Bei unserem Zwischenseminar in Yaounde.

Das Seminar war entspannend und anstrengend zu gleich, es gab viel zu erzählen, ich wollte mit allen reden, alles erfahren, alles wissen, und dann war es eine Abwechslung zur Arbeit, später aufstehen, mal wieder zuhören und nicht immer selber reden, das Zusammenarbeiten mit gleichaltrigen.

Insgesamt war das Seminar gelungen und hat Spaß gemacht, die Themen waren interessant, wenn manchmal auch etwas anstrengend. Ein paar mehr Zeilen zum Seminar habe ich noch in meinem zweiten Bericht an den IB geschrieben.

Erst Kamerun-Familie, dann Familie in Kamerun


Direkt im Anschluss des Seminars, am 7.02., sollte mein größter Bruder Fritz mitsamt Freundin Jana und Baby Elli mich besuchen kommen.
Wieder mit unserem „Private Driver“ Doktor Florian machten Laura und ich uns von Douala nach Yaounde auf den Weg, von einer Großstadt zur nächsten.
Am Flughafen wurde noch kurz etwas gesnackt, schon war es Zeit, das Flugzeug landete und wir warteten nur noch auf Fritz, Jana und Elli, Florian wartete auch, aber auf seine Verlobte Mona und die Kinder Juri und Eda.
Mona und Kinder kamen aus der Gepäckhalle, wir freuten uns riesig, kurze Zeit später kam auch Jana mit Elli, wuhu!
Aber wir warteten noch auf die Koffer und warteten und warteten. Auch als der letzte Koffer die Gepäckhalle betrat, Fritz' und Janas waren nicht dabei.

Was für ein nettes Willkommen: 35°C, 100% Luftfeuchtigkeit, keine Koffer, ein schreiendes und schwitzendes Baby. Wir schickten die Mädels ins Hotel, Fritz und ich gaben noch das Fehlen der Koffer auf.

Eine kleine Quizfrage:

Was machst du in einem fremden Land, ohne Koffer, ohne Kleidung, ohne Zahnbürste, ohne Windeln, ohne alles?

Wir fuhren schließlich etwas später ins Hotel, aßen etwas, sahen zu, das es Elli so gut wie möglich geht, kauften endlich noch ein paar Utensilien für die körperliche Pflege. Zum Glück hatten wir Florian und Mona in Yaounde, sie gaben Elli Anziehsachen und sonstiges Babyzubehör.
Wir entschieden uns dann, die Mädels mit Florian nach Bali zu schicken, dort ist es kühler und angenehmer für das Baby, außerdem sind wir dort zu Hause und es ist einfach angenehmer zu Haus. Fritz und ich blieben einen weiteren Tag in Douala, in der Hoffnung, die Koffer kämen am nächsten Tag. Wir wechselten das Hotel, verbrachten einen trotzdem schönen Tag in Douala und: wir bekamen die Koffer am nächsten Tag zur gleichen Zeit!
Am nächsten Tag fuhren wir dann mit unserem Freund dem Fahrer Julius nach Bali und trafen im Haus dann Elli, Jana und Laura wieder. Im Endeffekt ist noch alles gut verlaufen. (Wie ich hörte kamen die Koffer beim Rückflug auch zwei Tage zu spät an, haltet euch von Airfrance und Paris fern!)

Fritz, Jana und Elli in Bali


Gregory bewies mal wieder den guten Freund und Gastgeber und stellte meiner Familie sein Gästehaus zur Verfügung: Wohnzimmer, Küche, Bad und drei Zimmer, dazu meistens fließend Wasser und Elektrizität.
Das Haus steht auf dem Compound von Gregorys Familie, seine Schwestern, Cousinen und Neffen und Nichten wohnen dort. Ein nettes Stück Land, viele aktive Kinder und freundlichen Nachbarn.

Jana, Elli und Fritz. Das Shirt, welches Fritz trägt ist aus dem Stoff von Gregorys Familie gemacht.
Mit Baby ist man leider weniger mobil als ein kleiner Freiwilliger, deshalb reduzierte sich der Besuch meiner Familie auf Alltag in Bali, Kurztrips nach Bamenda, Anschauen der balieigenen Wasserfälle, und dem allabendlichen Bier.
Nach der ersten Hälfte war es berauschend schön ein Stück der Familie wiederzusehen, Baby-Elli ist gut 20 Zentimeter gewachsen (bald ist sie schon 18 Jahre alt, dann gehts ab in den Club), Fritz ist genauso verplant wie eh und jeh, verlor zweimal sein Handy, steht aber jeden morgen um sechs Uhr mit Elli stramm, geht einkaufen und Frühstück machen, mein großer Bruder ist ein toller Vater.
Elli fand das Handy immer wieder.



Die Attraktion in Bali: Ein schnallt sein Kind um und trägt es umher.
Es war einfach zu heiß in Limbe.



Viel erlebt haben wir eigentlich gar nicht, für mich war jedenfalls nicht viel Neues dabei, umso mehr gab es natürlich für Fritz und Jana, besonders aber für Elli. Kaffe wird auf dem Hof getrocknet, Elli stürzt sich ins Kaffeebad und probiert jede Bohne aufs Neue, sieht ganz viele schwarze Babies, schwarze Mamis wollen sie adoptieren, hört aus jeder Richtung „ELLI“, wird angefasst, bestaunt, gestreichelt, gelobt, geklapst, alle Sinne wurden bis zum heulen ausgereizt.
Ganz viele Äffchen im Wildlifepark in Limbe.
Besonders in Gregory hat Elli einen guten Freund gefunden, sobald Gregory über die Türschwelle trat, strahlte Elli, lachte, krabbelte auf ihn zu.
Dann hatte Elli eine Menge Firsts: Das erste Mal Krebs gegessen, das erste Mal Krokodil gegessen, das erste Mal im Meer, das erste Mal in Kamerun/Afrika, das erste Mal dies und das erste mal das.

Youthday, Tag der Jugend

Am 11.Februar ist ein Nationalfeiertag in Kamerun: der Youthday, übersetzt Tag der Jugend. Was wird gefeiert? Die Wiedervereinigung Kameruns, oder die Bilingualität, oder der Präsident, oder sonst was. Aber absolut nicht die Jugend. Der Tag heißt möglicherweiße Youthday, weil die Jugend gezwungen wird zu marschieren. Eine jede Schule, Kindergarten, Organisation, Verein muss sich an diesem Tag präsentieren. Es wird vor einer großen Bühne, vor Politikern und Bürgermeister, vor wichtigen traditionellen Autoritäten, vor wem auch immer marschiert. 
Dazu wurde drei Wochen davor jedem Schultag zwei Stunden abgezogen, weniger Mathe und Englisch unterrichtet, dafür Marschiert, Marschiert, Marschiert. Alle im Gleichschritt zu "I'm marching in,...". 


Ob der Tag so gelungen war? Einigen Kindern hat es Spaß gemacht, den meisten Erwachsenen gefällt der Tag, ich fand ihn leider pervers, man lässt Dreijährige marschieren, und völlig verfehlt.

Wandaful!


Mit Fritz zusammenzusitzen, zu sagen „Wow du bist jetzt hier bei mir in Kamerun“, anzustoßen, über die Familie aber auch Gewohnheiten der Balianer zu lachen, den Sonnenuntergang im Meer zu genießen, einfach Wandaful.

Elli zuzuschauen, wie sie Steht, probiert, krabbelt und entdeckt. Wandaful.

Zusammensitzen, Carcassonne spielen, eine Kanne Kaffee nach dem anderen trinken. Wandaful.

Pizza backen, Schokolade inhalieren, Gummibärchen vernaschen, einfach mal schlemmen. Wandaful.

Ihre letzte Woche verbrachten wir dann noch im Meer, in Limbe, schwarzer Sand, dreißig Grad, Sonne. Wandaful.
Das könnte ein Foto von mir sein, Kamera + Baby-Max = Schlechte Laune

Zuletzt dann Wegbringen am Flughafen, eine herzliche Verabschiedung, eine weitere Träne über meine Wange. Wandaful.

Das was noch übrig bleibt ist ein Danke. Danke, dass ihr mich besucht habt, es war einfach Waaaaandaaaaaful, I quell you!

Samstag, 25. Januar 2014

Heimbericht, die Zweite

Ich habe mal wieder etwas zu erzählen.

Eine lange Zeit ist vergangen, seit ich meinen letzten Heimbericht veröffentlicht habe. Also handelt der folgende Text darüber, was ich die letzten zwei Monate in Kamerun erlebt habe.


Yaoundé



Die Hauptstadt Kameruns, das politische Zentrum, Regierungssitz, 1.5 Millionen Einwohner. Erster Eindruck mit Parks, Joggern, Yoga- und Aufwärmgruppen, Statuen, Bäumen, Clubs, Einkaufszentren: absolut Positiv! (Gleich noch was zur größten Stadt Douala, welche mir etwas Angst vor Yaoundé gemacht hatte)


Wir hören regelmäßig: "Mein Bruder studiert in Yaoundé" – "Meine Familie wohnt in Yaoundé" – "Mein Onkel ist Anwalt in Yaoundé". Alle Busunternehmer werben mit der Fahrt nach Yaoundé für 5000 CFA, also sollten wir es doch auch einmal probieren und unsere Mitfreiwillige Sabine besuchen.
Abends um sieben schleppten wir uns also mit Isomatte und Schlafsack bepackt zum Busbahnhof "Vatican Express", buchten unsere Fahrt nach Yaoundé und saßen noch bis halb Zehn in einer kleinen Snackbar. Um Zehn sollte der Bus den Motor starten und uns zur Hauptstadt fahren, um elf ging es also "pünktlich" los.
Der Nachtbus: Groß, sauber, schnell, schlafen, keinen ganzen Tag verschwenden... einige Vorteile.
Nachteile: eher unsicher, doch nicht schlafen, den nächsten Tag gerädert verschlafen, man fühlt sich nach jeder langen Fahrt eklig.


Wir kamen trotzdem gut um sechs Uhr morgens an, holten uns ein Taxi und merkten schon: Yaoundé ist riesig, und teuer! Man fährt einfach Stundenlang von A nach B, weil eben alles so weit auseinanderliegt, Öffentliche gibts nur ganz wenig und jeder nimmt ein Taxi, die Straßen sind zu klein und es gibt einfach zu viel Verkehr.


Die Innenstadt ist aber ganz anders, es gibt Eisdielen, Musikläden, Supermärkte, Elektrogeschäfte. Alles total europäisch, daneben aber auch die traditionellen Märkte, die kleinen Restaurants und Shops.


Mein Ausflug nach Yaounde war geprägt durch das Hilton Hotel, das Hilton, eins der besten Hotels mit einer wundervollen Aussicht vom elften Stock. Wir wurden von einer Freundin von Sabine eingeladen zum trinken, dort gab es alle Möglichkeiten von Cocktails und Alkohol, zu Preisen, die auch im elften Stock schwebten. Für die Freundin war das aber kein Problem, sie bezahlte und drängte uns doch noch einen Mojito für 8€ zu nehmen.
Da habe ich richtig gemerkt, das die Schere zwischen Reich und Arm ganz besonders in den Großstädten enorm ist, die einen flüchten aus ihren Dörfern vom Land und suchen in der Stadt nach dem Geld und ein besseres Leben, werden dann von der Stadt vollkommen ausgenommen um Reichen mehr Reichtum zu ermöglichen.


Grüße aus dem Hilton in Yaoundé
Ich merkte diesen Unterschied, weil ich in Bali sonst mit Menschen zu tun habe, die eher wenig betucht sind, sie fragen aber nie nach Geld, sondern sind glücklich und zufrieden mit ihrer Familie, ihrem Compound und ihren Freunden, in Yaounde war ich als weißer der große Geldbeutel, viele fragten mich nach Geld, oder wollten mir unbedingt dies und das verkaufen. Und dabei gibt es Kameruner, die viel mehr Geld haben, schon ihr drittes Haus bauen lassen, ein tolles Auto fahren. Ganz besonders in Yaounde.




 



Douala – Flughafen



Am 21.12 sollte die Mama und Schwester von Laura kommen, wir fragten ein paar befreundete Freiwilligen, ob wir bei ihnen Übernachten dürften und kamen am Tag davor in Douala an, es war heiß! Douala liegt ziemlich nah am Meer, ziemlich tief und durch die große Stadt heizt sich das Gebiet verdammt auf und das bei fast 100% Luftfeuchtigkeit. Es ist wahrlich grausam immer wieder zwischen 40° draußen und 18°C innen bei Klimaanlage zu wechseln.
Um zehn Uhr trafen wir uns mit unserem Fahrer am Flughafen, später sei gefährlich und schwierig mit dem Taxi, um drei Uhr morgens sollte das Flugzeug landen, um sieben Uhr saßen wir dann endlich im Auto nach Bali, neun Stunden warten im Flughafen, super!


Lela



Ein Festival stand an: Lela ist das Neujahrsfestival Balis und regional bekannt und beliebt. Es wird das Ende eines (welcher?!) Krieges gefeiert, die eine Hälfte verkleidet sich als Soldaten, beschmieren sich mit Dreck und Musterfarbe, schießen mit traditionellen Gewehren und tanzen, die andere sieht sich in traditionellen Anzügen wieder, es wird mit Flöten und Trommeln Musik gemacht und getanzt.
Es war echt erstaunlich, man hörte ab vier Uhr Nachmittags viele viele laute Knalle, die Jugendlichen liefen mit Gewehren rum, die Kleinen bastelten sich ihre eigenen Gewehre, welche mit Streichhölzern befeuert werden, aber auch einen unglaublichen Lärm machen.
Lauras Familie war genauso beeindruckt wie ich, hunderte Menschen, alle in traditionell dresses oder Soldatenkostüm, am Palast in Bali, die Luft stank nach verbranntem Schwarzpulver und Feuer.


























Weihnachten



Unser Weihnachtsbaum mit Geschenken
Happy Christmas in advance.
Das sagen unsere Freunde uns schon am ersten Dezember, Fröhliche Weihnachten im Voraus.
Der Adventskalender
Wir Deutschen feiern Weihnachten am 24. Dezember, das wollten wir beibehalten, gerade da Lauras Familie und Lea bei uns wohnten, so kauften Laura und ich nach und nach ein paar Weihnachtssachen zusammen, es gab einen Plastikweihnachtsbaum mit Kunstschnee, Plastikchristbaumkugeln, einen selbstgemachten Adventskranz und selbstgemachte Adventskalender, auf der Straße hörte man lautdröhnend Weihnachtslieder und die 30°C tagsüber störten dann auch nicht mehr.
Am 24. waren wir zusammen noch ein kleines muslimisches Dorf namens Baba besuchen, die Dorfbewohner sind gute Freunde von Gregory und er wollte uns einfach einmal eine kleine und total nette Dorfgemeinschaft zeigen, wie idyllisch das doch war!





Baba


Das ist Gregory

Baba


 
Marie mit einem drei Tage altem Mädchen
Der Stolz einer jeden Familie, Töpfe

Grüße auch aus Baba


 Weihnachtsabend



Das Weihnachtsessen
Am Abend fanden wir uns zum kochen zusammen, jeder kochte etwas, was er gut konnte, am Ende kamen dann gefüllte Pfannkuchen zusammen. An Füllung gab es Bohnen in Weißweinsoße, karamellisierte Karotten, Basilikumpesto, eine Olivenöl-Senf Soße, Mais, Oliven gebratene Paprika, allerlei Gemüse und Käse! Nach zwei von den Köstlichkeiten war man dann auch schon satt, es sollte ja noch ein paar Geschenke geben.
Wir bauten alle Geschenke in Tetris-Manier vor dem Weihnachtsbaum auf, die Lichterkette blinkte und ich führte die mosigsche Tradition des "man-muss-schon-eine-6-würfeln-um-ein-Geschenk-zu-bekommens-!" ein.
Nach der reichlichen Bescherung (zugegeben, die letzten Geschenke waren alle für Laura) war es auch schon eins, wir gingen alle mit unseren Geschenken ins Bett, ich mit meinen neuen Masken.


Kamerunisch Weihnachten wird wie überall anders auf der Welt am 25. mit Familie und Freunden gefeiert. Gregory lud uns ein, wir sollten lecker essen und gut quatschen, seine Familie kennenlernen und Weihnachten bei ihm genießen.




Weihnachtsshopping


Frohe Weihnachten an Daniela und Valentin



Jujus in unserem Compound!



Gregory sieht sich ganz oft verantwortlich für alles, er nennt uns Son und Daughter und wir ihn Papa, er meint, solange er die Möglichkeit hat sich um uns zu kümmern, will er das auch tun und schon einige Biere gehen auf seine Rechnung, mit der Ankunft Lauras Familie sah er sich neuen Aufgaben konfrontiert und entschied kurzerhand: Es müssen Jujus für Sabine und Marie tanzen!
Den Tag beschreibe ich einfach in Bildern:

Klickt mal aufs Bild, dann seht ihr mehr Details


Unser Wasserfall



Die ganze Gruppe ist erstaunt
In Bali gibt es einen Wasserfall, das wussten wir zwar schon, waren aber noch nie dort gewesen, wir packten Schwimmsachen und Nachbarkinder ein und fuhren los, ein Traum! Im eiskalten Wasser kann geschwommen werden, die Lage ist wunderschön und auch die Jugendlichen genießen ihn. Der Wasserfall ist einfach ein Traum und wir haben uns versprochen öfters dorthin zu gehen, selbst zu Fuß brauchen wir nur ungefähr fünfzehn Minuten.

 
















Matterhorn



Wir waren wieder oben, diesmal bei etwas mehr Sonne und ein paar mehr Freunden, eine wundervolle Aussicht.



















Max war traurig, weil er sein
 Feuerzeug vergessen hatte

Liebe Grüße von oben


















La Kribienne und Bonne Année


am 31. Dezember sollte es für Marie und Sabine auch schon wieder nach zurück nach Deutschland gehen, wir nahmen früh einen Bus nach Douala, kamen spät in unserem Hotel an und wurden um drei zum Flughafen gebracht, es wurde sich kurz verabschiedet und wir wurden per Shuttle gleich zum Busbahnhof nach Kribi gefahren, um vier Uhr morgens sollte der erste Bus ja schließlich schon losfahren. Natürlich fährt so ein Bus erst, wenn er voll ist und so kamen wir dann um acht oder neun von Douala los und fuhren weiter südlich nach Kribi.
Wir machten eine Wette daraus, wer zuerst das Meer sieht, ich war natürlich der erste, der das blaue Wasser, den Strand und die vielen Palmen ausfindig machte, wir waren an Silvester am Meer, ein tolles Gefühl.
Das Hotel lag am Anfang von Kribi, hat eine wunderschöne Anlage und nette Zimmer mit Klimaanlage und, was das alles noch viel schöner macht: es liegt 200 Meter vom Strand entfernt. Was hielt uns also auf, völlig unausgeschlafen im Meer herumzutollen? Nichts!


Und Kribi ist einfach wundervoll, es ist eine normale Stadt, es gibt einen täglichen Markt, normale Bars und daneben stehen ein paar Hotels. Es ist wenig wie ein Touristenzentrum, Touristen schlafen mehr oder wenig in unmittelbarer Nähe von Bewohnern Kribis. Der Strand wird von allen genutzt, man sieht Pärchen, Jogger und Jugendliche die schwimmen, daneben uns Weiße, die genau das gleiche machen.
Einzig eins störte die Idylle, wir wurden vorgewarnt, das in Kribi oft Taschen gestohlen werden, das passierte uns auch, eine Tasche, ein Handy und eine Kette ein bisschen Geld hier und da liesen sich entwenden, Lauras Tasche wurde sogar von der Flut entwendet. Trotzdem war der Strand der Ort, unser Frühstück, Mittagessen und Abendessen wurde alles in Meeresnähe abgehalten, wollte man mal billiger Essen, gab es was auf dem Markt oder eine Kokosnuss von einer Mami.


Silvester feierten wir mit fast allen Freiwilligen an einem Hotel, es wurde getrunken, teuer gegessen und beim Überschreiten der "12" im Meer mit einem Bierchen angestoßen, danach in Handtuch und Badehose von Vorsätzen und übers alte Jahr geschwärmt.


Wir blieben bis zum 4.01. in Kribi, genossen den Strand, aßen Avocadosalat und frisches Baguette und liesen es uns einfach mal gut gehen, Ferien machen in Kamerun. Die vier Übernachtungen gingen viel zu schnell um, plötzlich saßen wir schon wieder im Bus nach Bamenda und froren eine kalte nach in Bali.
Frühstück am Strand
 

Die Lobé-Wasserfälle, eine der wenigen Wasserfälle
 auf der Welt, die direkt ins Meer Rauschen


Heimbericht Nummer Zwei, fertig.